Mitlerweile haben wir angefangn uns langsam auf die Weihnachtszeit einzustimmen… So haben wir z.B. für die Kinder einen riesigen gebastelt.
Dafür haben wir auf eine große Holzplatte die Umrisse eines Sternes gemalt, bei dem die Zacken noch über das Holz hinaus gehen und den Rest als hellblauen Himmel bestricken und mit vielen kleinen goldenen, silbernen und blauen glitzer Sternen beklebt. Er ist echt schön geworden unser Kalender und jedes Kind hat ein von uns gepacktes Säckchen bekommen, mit einer Zahl und seinem Namen drauf in das wir immer jeweils einen Stift, einen Luftballon, Süßigkeiten, Glitzersternchen und zwei andere größere Sachen gesteckt haben (z.B. ein kleines Figürchen oder ein kleiner Ball oder ein Leuchtstern oderso). Ist echt schön geworden und die ersten Kinder haben auch schon freudig ihr Päckchen ausgepackt :)
Leider gibt es ein paar Kinder, die sich nicht beherrschen können und schon vorher in die Säckchen gucken und schon die Bonbons rausnehmen oder auf einmal ganze Säckchen verschwinden, die dann irgendwann leer und mit Erde vollgematscht wiederauftauchen… Das ist schade, aber irgendwie müssen die Kinder sich da auch ein bisschen selbst disziplinieren, weil wir nicht die Säckchen immer neu auffüllen können, auch wenn es so vielleicht die falschen trifft, die dann nichts haben.
Dann haben wir noch eine Bastelaktionen gemacht und eine „Laterne“ aus alten Marmeladengläsern und Transparentpapierschnipsel, ein Sternenmobile und Weihnachtsengelchen gebastelt. Da waren die Kinder auch immer voll freudig dabei und es ist immer wieder süß zu sehen, wie lieb, aufmerksam und ruhig alle aufeinmal werden, wenn man sich mit ihnen beschäftigt.
Jetzt müssen wir langsam in unserer Weihnachtsgeschenkplanung Entscheidungen treffen und sie dann in Auftrag geben. An dieser Stelle möchte ich mich schonmal bei allen bedanken, die sich so toll engagiert haben, sodass wir bis jetzt 6000 Euro zusammen bekommen haben. Ich hätte nie mit so einer unglaublichen Resonanz gerechnet und bin hellauf begeistert von der vielen Unterstützung und em Rückgrad den wir aus Deutschlan bekommen. Vielen Dank dafür! Da jetzt so viel Geld zusammen gekommen ist, können wir nicht alles für Weihnachtsgeschenke verwenden. Wir werden ca 1000 Euro für Geschenke ausgeben und den Rest in die Wiedereröffnung und Weiterführung der Ernährungsstation stecken. Ein sehr sehr sinnvolles Projekt, wie ich finde, das vor einigen Monaten aufgrund von Geldmangel geschlossen werden musste. Die Ernährungsstation befindet sich im Norden des Landes, in Muyinga und ist wirklich mitten in der Pampa. Die Armut auf dem Land ist groß und der Fortschritt gering. So kommt es das es viele unterernährte Menschen gibt, die kaum eine Möglichkeit haben sich selbst zu helfen. Gerade für Frauen mit Babys/Kindern ist es oft sehr schwer diese zu versorgen, da sie selbst so unterernährt sind, dasss sie keine Milch mehr für ihre Kinder besitzen und diese daher nicht ernähren können. Verena hat aber dort im Landesinneren eine Station aufgebaut, in der einige Frauen zuschlupf finden können und an weitere Frauen brei verteilt werden kann, der sie und ihre Kinder versorgt. Ausserdem ist immer mindestens eine Krankenschwester vor Ort, die die Entwicklung des Kindes (und auch der Mutter) im Auge behält und die Kranken behandeln kann. (sollte dies hier ein Arzt aus Deutschland lesen, der Lust hat einige Wochen auf dieser Ernährungsstation zu arbeiten und Kranke zu versorgen, ect. wäre das ganz toll und er soll sich doch bitte bei mir melden!) Ich selbst werde auch ab Ende Januar einige Wochen dort verbringen, helfend zur Seite stehen, vielleicht mit Verena ein neues Projekt mit Mikrokrediten dort anfangen, schonmal medizinische Einischten für mein Studium gewinnen und auf jeden Fall noch die andere Seite von Burundi kennenlernen. So werde ich auch versuchen euch dann regelmäßig auf dem laufenden zu halten, was so auf der Ernährungsstation passiert, die Dank eurer Hilfe jetzt endlich wieder aufgemacht werden kann und so vielen Frauen und vorallem Babys helfen wird zu überleben. Allerdings könnte das etwas schwierig werden mit den regelmäßigen Informationen, da es keinen Strom ( und fliessend Wasser) gibt und ich immer erstmal zur nächst größeren Stadt kommen muss, die ca 1 std Autofahrt von dort entfernt ist. Aber ich werd mir Mühe geben :)
Ansonsten gibt es hier eigentlich nicht viel neues. Verena hat ein neues Straßenkinderprojekt angefangen, für das Nadine, Bienvenue und Clotilde auf die Straßen gegangen sind, Kinder befragt haben und sie letztendlich zu uns ins Heim gebrahct haben, um ihnen hier erstmal ein besseres Leben sowie Schulbildung zu ermöglichen. Das Ziel ist es, sie in ihre Familien (soweit noch vorhanden) zurückzuführen und ihnen mit Mikrokrediten ein eigenständiges Leben anzubieten. Dadurch gibt es jetzt auch ein Projekt für Straßenmädchen, für die Verena ein haus im Stadtinneren gemietet hat und das im Moment fleissig renoviert und herausgeputzt wird. Ausserdem ist Sonntag noch eine neue Freiwillige aus Potsdam angekommen, Louisa heißt sie. Sie wird voraussichtlich erstmal drei Monate bleiben und dann noch ein jahr verlängern, wenn möglich.
Martina, unsere Vorsitzende von Burundikids, war auch für knapp eine Woche zu besuch in Burundi und hat sich angeguckt wie die Projekte alle so laufen, wie der Schulbau bzw. der Bau der Gesundheitsstation (für eine Ausbildung zum medizinisch-pharmazeutischen-technischen Assistenten oder wie das nochmal heißt, mir ist das Wort gerade entfallen…) so vorangeht und wie die Stimmung so im Allgemeinen ist und was wir für die Zukunft planen. Es war ein lustiger und Früchte tragender besuch, wie ich denke, der allen was gebracht hat. Auch in den nächsten Wochen haben sich einige Besucher angekündigt. Meine Mama, Philipp und noch min. 3 andere Leute, die ich nicht kenne werden hier nach Burundi kommen. Full House also :)
Und die Zeit rast. Schon fast vier Monate bin ich hier. Unglaublich.
Naja ihr Lieben, machts euch gemütlich im kalten Deutschland und geniesst den Plätzchen Duft und die vielen Lichter,
bis bald
eure Kerstin